Darf ich vorstellen: Le 104.

Das Centquatre ist das schönste Kulturzentrum, das ich kenne. Kulturzentrum, hinter diesem Wort, hinter dem vom verstaubten städtischen Sozialarbeiter-Jugendzentrum bis zum kreativen Hipster-StartUp-Schaffensnest irgendwie sehr viel stecken kann, verbirgt sich in diesem Fall ein ehemaliges Fabrikgebäude mit einer tollen Backsteinfassade und großzügigen, zum Teil bunt verglasten Fenstern. Unweit des Canal de l’Ourq und des Parc… Weiterlesen Darf ich vorstellen: Le 104.

Medizinersommer

Der kleine Pausenraum ist hübsch hergerichtet. So hübsch es eben möglich ist in einem staatlichen französischen Krankenhaus. Die metallenen Klappstühle an der Wand sind fein säuberlich aufgereiht, Plastikbesteck und Pappteller stehen auf der Küchenzeile bereit, sogar eine Tischdecke hat jemand aufgetrieben. Das Buffet ist liebevoll angerichtet: Nudel- und Reissalat, Schoko- und Himbeer-Käse-Spekulatiustorte, mehrere Säfte. Nach drei Monaten in der… Weiterlesen Medizinersommer

Kind sein in Paris

Ein ganz normaler Samstagnachmittag in Paris. Die engen Gassen von St-Germain, des bekannten und einstmals bei Intellektuellen und Philosophen sehr beliebten Viertels südlich der Seine, sind angenehm belebt. Heutzutage ist es ziemlich touristisch, gepflastert mit edlen Geschäften, schicken Cafés und teuren Restaurants. Mehrmals schnappe ich englische Wortfetzen auf. Gut möglich, dass die Amerikaner das Viertel aus Filmen… Weiterlesen Kind sein in Paris

Wenn du an die Quelle gelangen willst, musst du gegen den Strom schwimmen.

Ich muss schmunzeln, als mir Marion mit einem gewissen Trotz erklärt, warum sie ihre Ausbildung zur Assistenzärztin erst mit 26 angefangen hat. Sie habe sich bewusst ein Jahr länger Zeit gelassen. Und fühle sich wohl damit, bei der Verantwortung, die sie von Anfang an habe übernehmen müssen, sei es nicht schlecht. Ich kann ihre Argumente… Weiterlesen Wenn du an die Quelle gelangen willst, musst du gegen den Strom schwimmen.